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Wednesday, 01 June 2016

Buchvorstellung und Diskussion: Verständigung und Versöhnung nach dem „Zivilisationsbruch“?

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Montag, den 6. Juni 2016 um 17 Uhr, Raum 13

Willy Brandt Zentrum für Deuschland- und Europastudien

Der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.


BuchcoverPosterDas Willy Brandt Zentrum lädt ein zu einer Auseinandersetzung mit dem Jahre 1945, als Deutschland ohnmächtig und geächtet vor den Trümmern seiner Politik stand. Rassischer Weltanschauungskrieg und systematische Vernichtung der europäischen Juden stellten einen zivilisatorischen Bruch dar, der die Deutschen mit einer moralischen Schuld belegte. So ist die deutsche Nachkriegsgeschichte gekennzeichnet durch die schwierige Auseinandersetzung mit der eigenen verbrecherischen Vergangenheit. Das Ziel und Bestreben der Deutschen musste es sein, das Vertrauen ihrer Nachbarn wiederzugewinnen, um den Weg zurück in den Kreis der „zivilisierten Völker“ zu finden und ein friedvolles Miteinander in Gegenwart und Zukunft herzustellen. Der neue Band „Verständigung und Versöhnung nach dem ‚Zivilisationsbruch‘? Deutschland in Europa nach 1945“ setzt sich in 43 Beiträgen unterschiedlicher Autoren und Autorinnen mit den erste Initiativen der Politik und Zivilgesellschaft auseinander, die auf den Abbau von Feindbildern und auf Verständigung und Versöhnung abzielten. Er beleuchtet, wie über symbolische Gesten, an Erinnerungs- und Gedenkorten, durch Organisationen und Institutionen, über Aktionsfelder und Handlungsformen Prozesse eingeleitet wurden, die zur Verständigung zwischen den Deutschen und ihren europäischen Nachbarn beitragen sollten. Dabei zeigt sich, dass Versöhnung nicht „besiegelt“ werden kann, sondern eine nie endende politische, soziale und kulturelle Arbeit darstellt.

 

Der Band wird vorgestellt von der Herausgeberin Prof. Dr. Corine Defrance und dem Herausgeber Prof. Dr. Ulrich Pfeil. Die anschließende Diskussion wird vom Direktor des Willy Brandt Zentrums, Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz, moderiert.

 

Corine Defrance ist Professorin für Zeitgeschichte am Centre national de la recherche scientifique (SIRICE, Paris). Ihr Forschungsinteresse liegt auf den deutsch-französischen Beziehungen, der Bildung und Wissenschaft in Deutschland und Frankreich sowie auf den Versöhnungsprozessen in Europa.

 

Ulrich Pfeil ist Professor für Deutschlandstudien an der Université de Lorraine, Metz. Seine Forschung konzentriert sich auf die Geschichte Deutschlands, die deutsch-französischen Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert sowie auf die politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Folgen des Kalten Krieges in Europa.

 

 

 

Defrance, Corine/Pfeil, Ulrich [Hrsg.] (2016): Verständigung und Versöhnung nach dem „Zivilisationsbruch“? Deutschland in Europa nach 1945, Brüssel: Peter Lang Verlag.

 

Mehr Informationen auf der Website des Peter Lang Verlags.

 

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